Diskussionswochenende zu Theorie und Praxis

Die Krise und gesellschaftliche Naturverhältnisse – Tierbefreiungs- und Ökologiebewegung bei Blockupy

Zum Download: Einladungsflyer Diskussionswochenende Gesellschaftliche Naturverhältnisse in der Krise

Das bereits angekündigte Diskussionswochenende „Die Krise und gesellschaftliche Naturverhältnisse – Tierbefreiungs- und Ökologiebewegung bei Blockupy“ findet NICHT wie ursprünglich angekündigt in der Projektwerkstatt Saaßen statt.

NEUER VERANSTALTUNGSORT:

Club Voltaire in Frankfurt
(http://www.club-voltaire.de)
Frankfurt am Main, Kleine Hochstraße 5

20.Sept ab 11 Uhr
21.Sept ab 10 Uhr
(je open end)

Anreise Öffentlicher Nahverkehr:
Ab HBF: S-Bahnen Richtungen Innenstadt, Haltestelle Hauptwache

Da die Schlafplätze begrenzt sind, meldet euch bitte vorher per Mail an (tierbefreiung2blockupy@riseup.net).

Einladung

Seit Beginn der Blockupy-Proteste 2012 sind auch Aktivist*innen der Tierbefreiungs- und Ökologiebewegung Teil dieser sich zur „Bewegung der Bewegungen“ entwickelnden Kämpfe. Die Themen Tierausbeutung und Naturzerstörung kamen bei Blockupy bisher jedoch allenfalls als Randnotiz vor. Haben die sozialen Kämpfe um die Befreiung der Tiere und der Natur zum kapitalistischen Ausbeutungssystem und seiner Krisenpolitik nichts zu sagen und ihm nichts entgegenzusetzen? (mehr…)

Interview mit Tierbefreiung goes Blockupy im Underdog Fanzine

Lest das Interview mit zwei Aktiven von „Tierbefreiung goes Blockupy“ inklusive Artikel im aktuellen Underdog Fanzine #45.

Artikel und Interview sind online einsehbar unter:
http://www.underdog-fanzine.de/2014/06/24/tierbefreiung-goes-blockupy

BLOCKUPY-Mai-Aktionstage: 19. Mai (Zwei „Geflügel“- Schlachtfabriken von Tierbefreiungs-aktivist_innen BLOCKUPYrt )

- ein Aktionsbericht -

Als am 19. Mai 2014 gegen 11:00 Uhr, nach etwa fünfeinhalb Stunden Blockade der Zufahrtswege zu Europas größter „Geflügel“-Schlachtfabrik in Wietze (Niedersachsen) acht Tiertransporter an der zu dieser Zeit teils geräumten Blockadeaktion an der Hauptzufahrt vorbei und in den Schlachthof fuhren, machte sich Wut und Traurigkeit bei den Aktivist*innen des Bündnisses für Tierbefreiung breit. Die Machtverhältnisse, die von der Klasse der Kapitalist*innen dominiert werden, wurden einmal mehr spürbar und sichtbar. Stundenlang konnte zuvor das gestoppt werden, was sonst dort das alltägliche, ganz normale Inferno ist: die Makrogewalt der Schlachtfabrik, deren Wertsteigerung auf dem optimierten Management der Massentötung von Tieren, der Ausbeutung der dort arbeitenden Menschen und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen beruht. Laut Angaben eines Cops soll der Schlachtfabrik der Rothkötter-Tochter „Celler Land Frischgeflügel GmbH“ in Wietze 50.000 Euro Profitverlust durch die Aktion entstanden sein. Tiertransporter konnten für die Zeit der Blockade den Schlachthof nicht anfahren. Ein Arbeiter berichtete darüber, dass alle 700 Arbeiter*innen in der sogenannten „Schlachtlinie“ und in anderen Bereichen ihre Arbeit nicht aufnehmen konnten. Und Kühltransporter konnten die Ware Fleisch nicht an Kunden liefern. Einige Beschäftigte kamen mit den Blockierer*innen ins Gespräch, es gab auch Zustimmung zur Aktion wie auch von Anwohner*innen, die an die Blockadestelle gekommen waren, und vereinzelt auch von Polizeibeamt*innen. Trotzdem machten sie unter dem Druck des Kapitals mit, räumten die Blockade bzw. fuhren mit ihrer gewaltförmigen Arbeit fort, Hühner für das Verwertungsinteresse von Rothkötter in den Schlachthof zu fahren und zu töten. Etwa 10.000 Hühner waren es allein in den acht Transportern. Normalerweise fahren zu dieser Zeit stündlich an die fünfzehn Transporter den Schlachthof an und werden drei Tiere sekündlich getötet, 1,3 Mio pro Woche. (mehr…)

Blockupy-Mai-Aktionstage: 17. Mai (Bericht aus Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf)

\"Fleischindustrie enteignen\"-Transpi in Hamburg

Der Mai ist der Monat des Protestes. Spätestens seit der Euro-Krise bildet der 1.Mai erst den Auftakt für eine ganze Reihe von Protesttagen. Seit einigen Jahren gehen Mitte Mai in vielen europäischen Städten Millionen von Menschen auf die Straße, um gegen die milliardenschwere Bankenrettung und dem damit verbundenen Kürzungspaket in allen Lebensbereichen zu demonstrieren. Auch in vier deutschen Städten wurden größere Demos und Aktionen organisiert: in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart. In allen vier Städten versammelten sich am 17. Mai 1.500 bis 3.500 Teilnehmende, immer aus einem breiten Bündnis von globalisierungskritischen Netzwerken, Gewerkschaften, Frauen-und Erwerbslosengruppen und diversen linken Zusammenhängen. Auch Tierbefreier*innen und Tierrechtler*innen gehörten in drei der Städte zu den aufrufenden Gruppen. In Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart gab es jeweils einen eigenen Tierbefreiungsblock auf der Demonstration mit je 20-40 Teilnehmenden. Die Polizeistrategien schienen in den verschiedenen Städten unterschiedlich zu sein: Während in Hamburg und Düsseldorf die Demonstration relativ unbehelligt starten konnte, wurden in Stuttgart viele Demoteilnehmende im Vorfeld kontrolliert und vorübergehend festgehalten. Dafür wurde in Hamburg die Demonstration, die bis zum umstritten Milliardenprojekt Elbphilharmonie gehen sollte, vorher von der Polizei beendet. Die Demos verliefen bis auf einige Zwischenfälle problemlos. In Hamburg gab es kleinere Ausschreitungen und in Stuttgart landeten einige Farbbeutel an einer Bank. (mehr…)

Tierbefreiungsgruppen rufen zur Beteiligung an den überregionalen Blockupy-Protesten am 17. Mai auf

Vom 15. bis 25. Mai 2014 werden in zahlreichen Ländern in Europa Menschen im Rahmen der transnationalen Blockupy-Aktionstage ihren Forderungen nach Solidarität, Gemeingütern und Demokratie von unten Ausdruck verleihen (siehe http://blockupy.org/mai-2014/aufruf-mai-2014).

Tierbefreiungsaktivist*innen werden sich an den Blockupy-Protesten am 17. Mai beteiligen und zusammen mit anderen emanzipatorischen Gruppen und Bewegungen gegen die kapitalistische Ausbeutungspolitik und den damit zusammenhängenden Verschlechterungen der Lebensbedingungen für Mensch, Tier und Natur auf die Straße gehen. In Stuttgart wird es einen Tierbefreiungsblock auf der Demo geben, in Düsseldorf und Hamburg werden sich die Tierbefreiungsaktivist*innen ebenfalls zusammenschließen und an den Demonstrationen teilnehmen.

Banner

Aschaffenburg (Achtung: bereits am 16. Mai 2014 !!!)
- Infostände verschiedener Gruppen des lokalen Bündnisses von 13:00-17:00 Uhr in der Aschaffenburger Innenstadt
- Kundgebung um 19:00 Uhr an der City Galerie Aschaffenburg: Redebeiträge der Aschaffenburger Bündnispartner
- Ab 20:00 Uhr Veranstaltung im Stern e.V. Ecke Fabrikstrasse/Platanenallee mit Soli-Cocktails
Näheres unter: http://tierrechtsinitiativeaburg.blogsport.de und unter: http://bgeab.blogsport.eu

Stuttgart
Treffpunkt der Tierbefreier*innen: 11:30 Uhr am Schlossplatz;
Infos zu den Blockupy-Protesten: http://blockupy.org/mai-2014/stuttgart

Düsseldorf
Treffpunkt der Tierbefreier*innen: 11:30 Uhr im Hauptbahnhof Düsseldorf vor dem Starbucks Café neben dem Ausgang Bertha-von-Suttner-Platz;
Infos zu den Blockupy-Protesten: http://blockupy.org/mai-2014/duesseldorf

Hamburg
Treffpunkt der Tierbefreier*innen: 12:30 Uhr am Hachmannplatz (Hauptbahnhof Hamburg);
Infos zu den Blockupy-Protesten: http://blockupy.org/mai-2014/hamburg

Aufruf (Quelle: http://www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1972):

17.05.2014: Hafencity entern – Aufruf an TierrechtlerInnen zur Beteiligung am Blockupy-Aktionstag
Für den 17.Mai ruft das Bündnis Blockupy Hamburg zu einer Demonstration in Hamburg im Rahmen der Blockupy-Aktionstage auf. Auch für Tierbefreiungsgruppen gibt es vielfältige Gründe an diesem Tag gemeinsam mit anderen politischen Bewegungen auf die Straße zu gehen. Die kapitalistische Wirtschaftsweise, welche gegenwärtig mit sozialen Angriffen und Entdemokratisierungen bis aufs Messer verteidigt wird, führt nicht nur in die Ausbeutung von Menschen und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen. Auch die in unserer Gesellschaft allgegenwärtige Gefangenhaltung von Tieren, deren gnadenlose Ausbeutung und die niemals enden wollenden Schlachtungen sind untrennbar mit einer Wirtschaftsweise verbunden, die nur auf Verwertung und Profit ausgerichtet ist.

Stattdessen wollen wir dazu beitragen, die gesellschaftlichen Verhältnisse nach anderen Prinzipien als bloßer Profitmaximierung auszurichten. Die Vergesellschaftung der Produktion und damit auch der Agrarwirtschaft und der Lebensmittelindustrie sind eine Notwendigkeit, um eine Ordnung zu überwinden, in der Eigentumsrechte und Profitinteressen von Konzernen mehr gelten als soziale und ökologische Gerechtigkeit oder die Befreiung der Tiere aus Ausbeutungsverhältnissen. Klar ist, dass derartige Veränderungen nicht von einzelnen politischen Bewegungen allein erreicht werden können, sondern es gemeinsamer Perspektiven und eines breiten und vielfältigen Widerstands bedarf.

Daher rufen wir alle Initiativen der Tierbefreiungsbewegung auf, sich am Blockupy-Aktionstag und der Demo „Hafencity entern“ am 17.Mai zu beteiligen.